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Warum wählst du immer den Falschen?

Der Moment, bevor du dich verlierst...

Es gibt einen sehr frühen Moment.
So früh, dass ihn viele Frauen übergehen.

Du lernst einen potenziellen Partner kennen und
noch bevor du hoffst, noch bevor du emotional andockst
und noch bevor dein Körper innerlich "Ja" sagt, findest du diesen Zeitraum.

In diesem "Davor" bist du noch ganz bei dir.

Du bist nicht investiert, sondern wach.
Du spürst, fühlst und beobachtest klar.

Und genau hier zeigt sich oft schon, ob dich diese Beziehung später entspannen wird oder ob sie dich Kraft kosten wird.

Nicht anhand dessen, was dieser Mann sagt oder tut.

Du hast einen viel verlässlicheren Parameter:

Dich.

Wirst du ruhiger oder gespannter?
Wirst du weiter oder enger?
Bleibst du in Kontakt mit dir oder beginnst du, dich innerlich ein Stück zurückzunehmen?

Viele Frauen glauben,
sie hätten es "zu spät gemerkt".

Aber oft stimmt das nicht ganz.
Sie haben es gemerkt.
Sehr früh sogar.

Es war nur sehr leise und wurde übertönt.
Von Anziehung, von erotischen Gefühlen, von schönen Bildern im Kopf, von Worten, die Hoffnung machen.

Anziehung fühlt sich gut an.
Hoffnung auch.

Und wenn die Biologie einsetzt - Verliebtheit, Neurotransmitter, Dopamin, verschiebt sich der Fokus.

Nicht, weil du dich täuschst.
Sondern weil dein System jetzt auf Verbindung ausgerichtet ist.

Die Klarheit ist dann nicht weg, sie wird nur überlagert.

In meiner letzten, sehr schmerzhaften Beziehung
hätte ich am dritten Tag schon wissen können, dass das nicht gut ausgehen wird.
Die ersten Störmomente waren da.
Leise, aber klar.

Ich habe sie gespürt - und mir selbst ausgeredet.
Habe erklärt, relativiert, verteidigt, warum ich auf dieses Ziehen nichts geben sollte.

Nicht, weil ich es nicht besser wusste, sondern weil ich es so sehr WOLLTE.

Die Antwort auf die Frage,
ob er der Richtige für dich ist - also der Mann, mit dem sich ein gutes, angenehmes Leben anfühlt - liegt VOR dem Moment,
in dem du dich selbst verlässt.

VOR der hormonellen Überschwemmung.
VOR der Bindung.
VOR dem Hoffen.
VOR der Verliebtheit.

In diesen ersten stillen Momenten, in denen du noch wach, klar
und ganz bei dir bist.

Vielleicht darf genau hier dein neuer Maßstab entstehen:

Nicht, wie groß die Gefühle sind.
Nicht, wie intensiv die Anziehung ist.
Nicht, wie vertraut er sich anfühlt.

Sondern:
Wie sehr bleibst du bei dir, während du ihn kennenlernst?

Es geht nicht darum, keinen Fehler mehr zu machen.

Sondern darum, dich selbst nicht mehr zu übergehen.


An'Anasha
Deine Stefanie Laura'Adjana <3